• Twitter in noch mehr Sprachen übersetzen...

    Montag, 14. Februar 2011

    Heute stellen wir ein Produkt vor, welches noch mehr Menschen auf der Welt einen einfacheren Zugriff auf Twitter ermöglichen wird - den Twitter Translation Center. Der Translation Center erlaubt es uns, mithilfe von Crowdsourcing unserer passionierten Nutzer, Twitter in kurzer Zeit in vielen weiteren Sprachen anbieten können.

    Es geht dabei darum, Twitter, nicht jedoch die einzelnen Tweets, zu übersetzen. Ändere unter Einstellung auf twitter.com einfach deine Sprache, um zu sehen, was damit gemeint ist.

    Wir bieten Twitter momentan auf Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch und Spanisch an. Diese Sprachen befinden sich alle im Translation Center, damit Übersetzer uns weiterhin mit Updates helfen können. Demnächst fügen wir außerdem Indonesisch, Russisch und Türkisch zu twitter.com hinzu. Wir planen im Laufe diesen Jahres weitere Sprachen wie beispielsweise Portugiesisch für unsere brasilianischen Nutzer, hinzuzufügen.

    Übersetzung mithilfe von Crowdsourcing ist nicht neu für uns. Seit Oktober 2009 verlassen wir uns auf Twitter Nutzer, welche uns helfen, Twitter zu übersetzen und zu lokalisieren. Um das Übersetzen noch nutzerfreundlicher zu gestalten, haben wir für den neuen Translation Center ein komplett neues System kreiert, welches auf dem Feedback von euch Nutzern basiert.




    Wie funktioniert es?
    Der neue Translation Center ermöglicht es jedem Nutzer, sich anzumelden, eine Sprache zu wählen und sofort zu beginnen. Übersetzer können ab jetzt bei der Lokalisierung von twitter.com, mobile.twitter.com, Twitter für iPhone und iPad und Twitter für Android mithelfen. Wir haben außerdem die Funktionalität des Translation Centers verbessert, Satzmarkierungen hinzugefügt und Übersetzer-Profile erstellt. Außerdem könnt ihr nun bereits existierende Übersetzungen kommentieren und vieles mehr.

    Der Translation Center erlaubt momentan Übersetzungen in den Sprachen Französisch, Indonesisch, Italienisch, Deutsch, Japanisch, Koreanisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Wenn du eine dieser Sprachen sprichst, kannst du beginnen, uns zu helfen. Gehe zu twitter.com/translate und folge @translator für neueste Updates.
  • Twitter für Android - neu und noch besser

    Donnerstag, 10. Februar 2011

    Twitter für Android ist eine der am schnellsten wachsenden Twitter Applikationen. Vor sechs Monaten befand es sich noch nicht unter den zehn meist-genutzten Twitter Applikationen. In den letzten zwei Monaten hat sich die Anzahl der Nutzer jedoch verdoppelt und nun befindet es sich unter den Top Fünf - gemeinsam mit twitter.com, m.twitter.com (unserer Mobil-Seite), Twitter für das iPhone und Twitter für das Backberry.

    Heute bringen wir die neue Version von Twitter für Android heraus. Es sieht den existierenden Twitter Applikationen sehr ähnlich und sorgt somit für eine bekannte Erfahrung in Handhabung und Design.

    Verwende Twitter ohne dich anzumelden
    Du kannst Twitter für Android auch dann verwenden, wenn du nicht angemeldet bist oder keinen Account besitzt. Du kannst die Trends beobachten, durch die verschiedenen Interessen browsen und dir empfohlene Nutzer ansehen, welche in Kategorien, wie Fashion, Unterhaltung, Reisen und viele mehr eingeordnet sind. Du kannst außerdem mitverfolgen, was Andere zu Themen zu sagen haben, für die du dich interessierst, wie beispielsweise Sport- oder andere Veranstaltungen. Du kannst dich über die Applikation aber auch bei Twitter anmelden.




    Design
    Wir haben beim Design der neuen Applikation einige grundlegende Veränderungen vorgenommen. Wenn du dich zum ersten Mal anmeldest, siehst du deine Timeline mit den Symbolen für @Erwähnungen, Nachrichten und Listen am oberen Bildschirmrand. Dieses Layout erlaubt ein einfaches und schnelles Navigieren von Twitter auf deinem Handy mit Android Betriebssystem. Außerdem beinhaltet die @Erwähnungen Seite nun auch Retweets. Die Tatsache, dass du Antworten und Retweets zusammen sehen kannst, vereinfacht es, einen Blick dafür zu bekommen, welche Tweets Interesse in der Gemeinschaft erregen. Als weitere Veränderung haben wir "autocomplete" für Nutzernamen hinzugefügt. Somit brauchst du nur noch die ersten Buchstaben eines Nutzernamens einzutippen und wir komplettieren diesen automatisch.




    Suche
    Wir haben für diese neue Version außerdem eine universelle Suche hinzugefügt. Das bedeutet, dass du in der Suche Tweets finden kannst, welche das Wort, nach dem du suchst, beinhalten. Du kannst nach diesen Tweets in der Nähe deines Standortes suchen und auch andere Nutzer finden, deren Name das Wort enthält.


    Wenn du beispielsweise nach dem Wort "sonne" suchst, werden folgende Suchergebnisse vorgeschlagen:
    suche sonne: dies liefert Tweets, welche das Wort "sonne" beinhalten
    suche sonne in deiner Nähe: dies liefert Tweets, welche das Wort "sonne" beinhalten und von Nutzern in der Nähe deines Standortes gesendet wurden
    suche sonne in Leute: dies liefert Accounts, deren Nutzername "sonne" beinhalten
    @sonne: diese Option umgeht alle Suchergebnisse und leitet dich direkt zu dem Account weiter, wenn ein solcher existiert.
    Und last but not least befindet sich ganz unten in der Suche eine der besten neuen Features: du kannst dein Adressbuch durchsuchen und herausfinden, welche deiner Kontakte bereits bei Twitter sind (solange sie diese Option freigegeben haben). Neue Nutzer haben die Möglichekeit, dies zu tun, während sie sich durch die Applikation anmelden.


    Du kannst Twitter für Android vom Android Market auf deinem Handy oder deinem Tablet PC herunterladen, wenn es sich um Android 2.1 oder eine neuere Version handelt.
  • #Jan25: Ein Tweet, eine Story

    Mittwoch, 9. Februar 2011

    In den vergangenen Wochen wurden wir Zeuge davon, wie einzelne Personen in Tunis oder Kairo Menschen auf der ganzen Welt bewegen konnten, indem sie ihre Erfahrungen und Meinungen aus erster Hand mit der Welt teilten.

    Dies ist der Grund dafür, dass wir den Ursprung des Hashtags #Jan25, welcher von den Menschen in Ägypten und später weit über Ägypten hinaus verwendet wurde, recherchieren und zurückverfolgen wollten. Der erste Tweet mit dem Hashtag #Jan25 wurde von @alya1989262 versendet. Hinter dem Nutzernamen @alya1989262 verbirgt sich eine 21-jährige ägyptische Studentin der Universität Kairo, der größten öffentlichen Universität des Landes. Wir haben Kontakt zu ihr aufgenommen und sie gebeten, ihren Nutzernamen in der Öffentlichkeit verwenden zu können. Als wir ihre Geschichte hörten, fragten wir sie zudem, auch diese veröffentlichen zu dürfen...

    Obwohl es sich hierbei selbstverständlich um die Perspektive einer einzelnen Person innerhalb eines Netzwerkes von Millionen mit verschiedenen Meinungen handelt, ist es doch lehrreich den Menschen hinter einem Hashtag kennenzulernen...


    "Ich bin fast 22. Ich lebe in Ägypten seit ich fünf Jahre alt bin (davor habe ich in Frankreich gelebt). Ich habe mich vor etwa zwei Jahren bei Twitter angemeldet, jedoch habe ich erst in den letzten sieben oder acht Monaten angefangen, es intensiv zu nutzen.

    Twitter ist ein sehr wichtiges Werkzeug für Protestler, was auch dadurch offensichtlich ist, dass es, gemeinsam mit Facebook, in Ägypten immer wieder gesperrt wurde. Wir nutzen es, um die Nachricht über anstehende Proteste und Proteststandorte zu verbreiten. Hashtags sind dabei ein unumgänglicher Bestandteil, um diese Informationen inklusive der 140-Zeichen langen Kommentare schnell und effizient mit Gleichgesinnten zu teilen, auch wenn man diese nicht persönlich kennt. Aber das wichtigste ist für uns, uns gegenseitig über akute, lokale Vorkommnisse wie Polizeigewalt, Bedrohungen, Festnahmen, usw. auf dem Laufenden zu halten. Ein Teil der Aktivisten ist mit Smartphones ausgestattet, was es ihnen gestattet, die Proteste live zu twittern (beispielsweise twittern manche die Gesänge, da diese oft witzig und auch interessant sind). Im organisatorischen Bereich nutzen wir jedoch eher Facebook. Twitter Trends erlauben es uns festzustellen, wie sichtbar wir für die internationale Gemeinschaft sind (mein Trends-Feed ist auf weltweit gestellt und ich weiss dass viele andere es auf verschiedene Orte in den USA gestellt haben). Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Stimmen gehört werden, dass die Menschen außerhalb Ägyptens wissen, was hier los ist, besonders weil es jederzeit zu Blackouts der Handynetze und des Internets kommen kann, wie am vergangenen Wochenende.

    Ein weiterer Punkt ist, dass die Regierung kürzlich auf klägliche und peinliche (jedoch nicht überraschende) Weise versucht hat, ebenfalls Soziale Netzwerke zu nutzen. Ich habe einige Twitter Accounts mit ein paar Tweets und nicht mehr als fünf Followern gefunden, welche darüber twittern, wie schlecht sich die Proteste auf die Stabilität unseres Landes auswirken, wie großartig der Präsident ist, usw. Es handelt sich dabei stets um die gleichen Tweets mit der gleichen Wortwahl, welche von verschiedenen Accounts verschickt werden. Die meiste Propaganda unseres Staates wird jedoch vom Fernsehen aus verbreitet, was auf den durchschnittlichen Ägypter leider weitaus überzeugender wirkt als ein paar junger Leute im Internet. Deswegen planen wir im Moment, wie wir der Regierungspropaganda entgegentreten können, die uns Protestierende als gewalttätige, von "fremden Überzeugungen" irregeführte Jugendliche darstellt, die nicht mehr ganz bei Trost sind und lediglich ihrem eigenen Land schaden wollen. Wir müssen mit den Menschen in einen Dialog treten, die von dem, was sie im Fernsehen von der Regierung gezeigt bekommen, überzeugt sind. Und der beste Weg, dies zu tun, ist es soziale Netzwerke zu nutzen, um unsere Argumente auf ruhige und logisch sinnvolle Art und Weise zu präsentieren.

    Seit Jahren stellt die regierende Partei Ägyptens die hiesige Situation als einen Kampf zwischen sich selbst, der säkulären Nationalen Demokratischen Partei, und der Muslimischen Bruderschaft dar, wobei die Linken aufgrund des Fehlens einer starken Führung an den Rand gedrängt blieben. Wir glaubten, uns, der Opposition, die sich absolut nicht mit der Bruderschaft identifiziert, bleibe nichts anderes übrig, als auf einen spirituellen Führer a la Obama zu warten, der uns zu einer Revolution gegen die NDP inspirieren würde. Tunesien hat uns jedoch gezeigt, dass eine Revolution auch ohne eine starke Führungsfigur und strikte Organisation stattfinden und ein diktatorisches Regime zu Fall gebracht werden kann. Am 14. Januar begannen wir an den 25. Januar zu glauben.

    Um auf Twitter zurückzukommen: über die tunesische Revolution wurde von den Medien bis zur Flucht Ben Ali's kaum berichtet. Wir konnten die Geschehnisse mithilfe der
    Hashtags #tunisia und #sidibouzid jedoch bereits einen ganzen Monat vor seiner Flucht live mitverfolgen. Ich denke, dass dies uns in dem Glauben bestärkt hat, welche Macht jeder einzelne von uns hat, eine Veränderung herbeizuführen."